EM-Auslosung: Kleine Presseschau

Klar, das Losglück ist den Deutschen bei der gestrigen EM-Gruppenauslosung wieder einmal hold geblieben; dementsprechend vorhersehbar ist auch das dazugehörige Presseecho. Interessant jedoch, wie die Auslosung in anderen Ländern kommentiert wird:
- Die Zeitschrift "Österreich" schreibt: "I wer' narrisch: Die Piefke! Hicke, das können wir packen!“ Dazu nur soviel: Der Plural ist nicht des Österreichers Stärke, das Fußballspielen zurzeit ebensowenig.
- Immerhin gibt sich der Rest der Austria-Journaille eher Cordoba-skeptisch: "Mit viel Glück ist das zu schaffen. Österreichs Team spielt um Platz zwei. Vergessen sie Cordoba!" schreibt die Kronenzeitung.
- Polens Presse dagegen ist siegessicher: "Wir haben eine realistische Chance. Wir können diesmal gegen Deutschland gewinnen: Wenn nicht jetzt, wann dann?" Und die (heißt die wirklich so?) Zeitung "Fakt" fantasiert: "Wir gewinnen die EURO! Wir haben Glück gehabt. Das Schicksal hat es gut mit uns gemeint. Es sieht so aus, als ob wir die EURO gewinnen können.“
Hallo, Polen! Ihr spielt gegen die wahrscheinlich stärkste deutsche Mannschaft seit Jahren, habt bei der WM schon einen auf die Mütze bekommen und ansonsten fußballerisch auch noch nie was gerissen. Nur weil man ein paar Jahre lang von größenwahnsinnigen Zwergen regiert wurde, heißt das nicht, dass man sich jetzt als Fußball-Großmacht zu gerieren braucht. - Am treffendsten treffen's die Schweden von "Expressen": "Bei der EM gibt es keine Luschen. Mal Österreich nicht mitgerechnet."

